Hecke schneiden: Wann und wie gehts am besten?

Keine Sorge – der Grund für diese Blog-Seite ist nicht, dass es so schwierig wäre, Ihre Devil’s-Dream-Hecke zu schneiden. So unkompliziert, wie diese Glanzmispel-Sorte allgemein ist, so unkompliziert ist auch ihr Schnitt. Aber mit den richtigen Tipps geht es immer noch ein wenig besser. Darum finden Sie das, was Sie für einen wirklich mühelosen Heckenschnitt wissen müssen, hier übersichtlich zusammengefasst. Los geht’s!

Der richtige Zeitraum, um die Hecke zu schneiden

Für den Heckenschnitt allgemein wird in letzter Zeit häufig empfohlen, sehr früh im Jahr das erste Mal zu schneiden – nicht erst im Sommer oder im Herbst. Doch trifft das auch auf Glanzmispeln (Photinia fraseri) zu? Wann kann man Glanzmispeln schneiden? Dazu gibt es eine einfache Faustregel: Alle Heckenpflanzen, die blühen, schneidet man nach der Blüte. Bei einem Frühschnitt im Januar oder Februar würde man nämlich die Knospen abschneiden, die sich im Mai und Juni in zart duftende Blüten verwandeln.

Schneiden Sie Ihre Devil’s-Dream-Hecke also im Juni/Juli!

… einer Hecke, die nicht immer nur langweilig grün ist, sondern lebhafte Farbe und Abwechslung in Ihren Garten bringt?

… einer Hecke, die im Jahresverlauf ihr Erscheinungsbild ändert und so jeder Jahreszeit ihren eigenen Charme verleiht?

… einer Hecke, die in der Blütezeit Bienen und anderen bedrohten Insekten als Nektarquelle dient und im Herbst die Vögel mit ihren Beeren verwöhnt?

… einer Hecke, deren Fruchtschmuck Sie im Winter auch als haltbare Wohnungsdekoration einsetzen können?

Gut zu wissen: Blüten und Triebe

Für das glühende Festival der Farben sorgt bei der Photinia fraseri Devil’s Dream der diesjährige Neuaustrieb. Seine Blüten setzt Devil’s Dream hingegen an den vorjährigen Trieben an (genau wie alle anderen Glanzmispeln auch). Die Blüten verwandeln sich im Herbst dann in die attraktiven Beeren.

Wer alle drei Ereignisse – feurig rote Blätter, weiße Blüten und dunkle Beeren – in vollen Zügen genießen will, ist mit den jährlichen leichten Pflegeschnitten nach der Blüte besonders gut beraten. Falls Sie aber die Ausbildung der leicht giftigen Beeren verhindern möchten, können Sie nach der Blüte auch beherzter zur Heckenschere greifen oder gezielt die verwelkten Blüten ausputzen. Egal, für was Sie sich entscheiden: Der Pflegeschnitt garantiert, dass Ihr Devil’s Dream vital und jung bleibt und Jahr für Jahr mit seinem spektakulären Farbschauspiel begeistert.

Wie schneidet man Photinia-Hecken?

Bis sie ihre Soll-Größe erreicht hat, lassen Sie Ihrer Hecke regelmäßige Erziehungsschnitte angedeihen. Auch diese Schnittmaßnahme wird am besten direkt nach der Blüte erledigt. (Ein zweiter möglicher Zeitraum ist die zweite Augusthälfte im Sommer.) Durch den Erziehungsschnitt erreichen Sie, dass sich die Pflanzen bis in die Spitze gut verzweigen. Dies ist unabdingbar für eine schöne, blickdichte, schützende Hecke, denn als frei wachsende Solitärpflanzen wachsen Photinia lieber breit und etwas lockerer.

Für den Erziehungsschnitt kürzen Sie den diesjährigen Zuwachs einfach oben und an den Seiten auf 10–15 cm ein. Achten Sie von Anfang an auf einen trapezförmigen Aufbau Ihrer Hecke. Sie sollte unten deutlich breiter sein als oben. So vermeiden Sie, dass obere Abschnitte die Heckenbasis unten beschatten. Sonst würde die Hecke in den stark beschatteten Bereichen möglicherweise verkahlen.

Hat die Hecke ihre Zielgröße erreicht, gehen Sie zum Pflegeschnitt über. Er dient dazu, die endgültige Form der Hecke zu erhalten. Gleichzeitig fördert er den flammend roten Neuaustrieb. Für den Pflegeschnitt schneiden Sie oben und seitlich überstehende Zweige auf die richtige Länge zurück. Idealerweise setzen Sie dabei etwas oberhalb einer nach außen gerichteten Knospe an. Die angestrebte Trapezform sollte immer beibehalten werden.

Ist die Hecke stark gewachsen, können Sie in der zweiten Augusthälfte ein weiteres Mal nachschneiden. Im Herbst benötigt Ihr Devil’s Dream® dann Schnittruhe, damit die neuen Triebe bis zum Winter gut ausreifen können.

Wann ist es verboten, die Hecke zu schneiden?

Diese Frage lässt sich mit einem klaren „Das kommt darauf an“ beantworten. Denn das Gesetz – genauer gesagt das Bundesnaturschutzgesetz – verbietet lediglich radikale Schnitt- und Rodungsmaßnahmen vom 1. März bis 30. September. Der Grund ist der Vogelschutz: Zu dieser Zeit – der Brutzeit – können Vögel in den Hecken nisten. Ein schonender Pflegeschnitt, wie er zum Formerhalt der Hecke vorgenommen wird, ist hingegen das ganze Jahr über erlaubt. Diese Regelungen gelten für alle Bundesländer gleichermaßen, von Niedersachsen bis Hessen, von Hamburg bis Sachsen-Anhalt. Wer sich nicht daran hält, riskiert eine Strafe bis zu 10.000 Euro.

Was muss man beim Heckenschneiden beachten?

  • Für Glanzmispeln sind klassische Zweihand-Heckenscheren zum manuellen Einsatz am besten geeignet. In Elektroscheren würden sich die großen Blätter leicht verfangen. Normale Heckenscheren arbeiten wesentlich schonender (und leiser).
  • Wenn Sie eine Seite Ihrer Hecke vom Garten des Nachbarn aus schneiden müssen, fragen Sie vorher um Erlaubnis. Es ist nicht erlaubt, dass ein Nachbar einfach das Nebengrunstück betritt, nur um die Hecke zu schneiden.
  • Sie wollen den Heckenschnitt beauftragen? Sie behalten die Kosten im Blick, wenn Sie für ein Angebot nicht einfach die Länge der Hecke angeben. Lassen Sie sich ein konkretes Angebot nach Besichtigung der Situation vor Ort machen. Denn für die Preise sind auch die Höhe der Hecke und vor allem der Zugang zum Schneiden wichtig.